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Sybit Model Tester - Testen von Konfigurationsmodellen

Testen von Konfigurationsmodellen

Konfigurationsmodelle müssen getestet werden. Auf dieser Seite zeigen wir, dass Variantenkonfiguration und Testen dieselben Ziele verfolgen. Wir erklären, was Testen leisten kann und diskutieren die Vorteile automatisierter Tests.

Wozu Variantenkonfiguration?

In einer Welt ohne Variantenkonfiguration ist der Vertrieb variantenreicher Produkte nicht nur teuer, sondern gleichermaßen fehleranfällig und langsam. Unzählige Materialstämme müssen redundant gepflegt werden, kleine Produktänderungen verursachen großen Aufwand. Der Vertrieb kann nicht entscheiden, ob eine nicht-vorgesehene Variante verkauft werden darf oder nicht.

Die Variantenkonfiguration löst diese Probleme elegant durch zentrale Modellierung komplexer Zusammenhänge. Die Mehrfachpflege von Materialstämmen entfällt, Änderungen am Produkt werden zentral gepflegt und der Vertrieb weiß verbindlich, welche Varianten verkauft werden dürfen.

Durch die Variantenkonfiguration ist es möglich, die Komplexität einer Produktpalette zu erhöhen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Konfigurationsmodelle sind hier in vielen Kernprozessen eingebunden.

Wozu Testen?

Trotz der Komplexität und Wichtigkeit von Konfigurationsmodellen spielt ihre Qualitätskontrolle in vielen Unternehmen eine untergeordnete Rolle. Die folgenden Szenarien sind davon eine direkte Folge:

  • Das Konfigurationsmodell ermöglicht fälschlicherweise eine nicht vorgesehenene Variante. Schlimmstenfalls fällt zusätzlicher Entwicklungsaufwand an, damit die geforderte Variante geliefert werden kann.
  • Das Konfigurationsmodell verhindert eine bestimmte Variante, die schlimmstenfalls für den Kunden nützlicher gewesen wäre und gleichzeitig mehr Umsatz generiert hätte.
  • Das Konfigurationsmodell erzeugt eine fehlerhafte Stückliste. Schlimmstenfalls werden falsche Teile beschafft, was erst in der Montage entdeckt wird. Eine termingerechte Auslieferung ist somit unmöglich.

Die Liste dieser Szenarien kann beliebig verlängert werden. Allen gemeinsam ist ein potenziell großer finanzieller Schaden. Dieses Risiko kann durch systematische Tests zwar nicht ausgeschlossen, aber deutlich minimiert werden.

Was kann Testen leisten und was nicht?

Konfigurationsmodelle sind komplex. Im Maschinen- und Anlagenbau können Konfigurationsmodelle leicht mehrere hundert Freiheitsgrade (d.h. Merkmale) enthalten. Alle möglichen Konfigurationen zu testen ist in einem solchen Szenario keinesfalls möglich. Dies ist jedoch in der Regel auch nicht erforderlich, da die Risiken folgendermaßen reduziert werden können.

  • Produktwissen: Das Produktmanagement kennt die Varianten eines konfigurierbaren Produkts, die häufig bestellt werden (sog. Bestseller). Genau diese Varianten müssen vorwiegend getestet werden.
  • Modellierungswissen: Der Programmierer des Konfigurationsmodells kennt die kritischen und somit fehleranfälligen Stellen eines Modells. Genau diese Stellen müssen vorwiegend getestet werden.

Werden Produktwissen und Modellierungswissen kombiniert, so lässt sich die Testanzahl signifikant reduzieren. Testen soll also Fehler aufdecken. Es kann nicht die Abwesenheit von Fehlern beweisen. In der Praxis wird die Anzahl der Tests oft zu weit reduziert. Hierdurch entstehen unkalkulierbare Risiken.

Wozu automatisiertes Testen?

Die Hauptgründe für unzureichendes Testen sind darauf zurückzuführen, dass Tests manuell durchgeführt werden:

  • Hohe Kosten: Das Testen der Konfigurationsmodelle wird von Produkt- und Modellierungsexperten geleistet oder zumindest vorgegeben. Die für eine gute Modellqualität nötige, große Anzahl an Tests lässt die Testkosten explodieren. Lesen Sie hierzu Kostenfaktor Variantenkonfiguration.
  • Unzureichende Qualität: Da manuelles Testen eine ermüdende Tätigkeit ist, schleichen sich Fehler ein. Die Testdurchführung unterliegt keiner Qualitätskontrolle.
  • Großer Zeitbedarf: Bei manuellen Tests muss zu jedem Testzeitpunkt jeder Testfall von Hand ins System eingegeben werden. Die Ergebnisbewertung erfolgt per Sichtkontrolle. Dieser Prozess ist nicht nur anstrengend und erfordert hohe Konzentration sondern ist in erster Linie langwierig. Lesen Sie hierzu unsere Seite für das Produktmanagement. Hier ist Time-to-Market oftmals ein kritischer Faktor.

Automatisiertes Testen beseitigt diese Aspekte gleichzeitig:

  • Niedrige Kosten: Beim automatisierten Testen werden Testfälle einmal spezifiziert und dann im System gespeichert. Sie können zu jeder Zeit per Knopfdruck ausgeführt werden. Expertenwissen ist dann nur noch zur Behebung von Fehlern nötig.
  • Hohe Qualität: Automatisierten Testen kennt keine Flüchtigkeitsfehler. Testläufe werden im System dokumentiert und können jederzeit nachvollzogen werden.
  • Prozessbeschleunigung: Beim automatisierten Testen können sämtliche relevanten Tests über Nacht per Knopfdruck durchgeführt werden. Ein übersichtliches und jederzeit nachvollziehbares Protokoll dokumentiert die Ergebnisse jedes Testlaufs und bildet die Basis zur Behebung etwaiger Fehler.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Sybit Model Tester im Überblick.