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Viele Wege führen zu
SAP C/4HANA

Fachartikel

Aber welcher Weg ist der richtige für Ihr Unternehmen? Die neue Produktsuite von SAP ist komplex und jedes Unternehmen tickt anders. Deshalb braucht es eine klare und nachvollziehbare Bewertung der unterschiedlichen Varianten.

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Vor gut einem Jahr kündigte SAP das CRM-Lösungspaket C/4HANA an. Es soll Unternehmen im Kontext Commerce, Marketing, Vertrieb und Service eine einheitliche Sicht auf ihre Kunden und durchgängige Prozesse ermöglichen. Nicht zuletzt auch wegen der vielen unterschiedlichen SAP-Lösungen, die oftmals aus Firmenübernahmen stammen, fehlt es an Transparenz und Entscheidungsfähigkeit, was denn nur der richtige Weg ist – gerade unter dem Aspekt, bestehende Prozesse nicht nur in die C/4HANA Welt zu überführen. Sondern sie auch zu verbessern und das Potenzial für durchgängige und integrierte Lösungen (CX) zu nutzen. Für das eigene Unternehmen den passenden Ansatz zu finden, ist die Herausforderung bei der Einführung von C/4HANA. Das Sybit C/4-Mapping-Konzept hilft, sich im Dickicht der zahlreichen Varianten zurechtzufinden, und setzt an einem entscheidenden Punkt an: nach der Entscheidung für den Einsatz von C/4HANA und dem Projektstart. Dabei gibt es drei Schritte.

Erstens: Der alte ist nicht gleich der neue Prozess

Am Anfang war die strategische Ausrichtung – doch wohin führt diese konkret? Und was bedeutet es für die einzelnen Fachbereiche? Fragen, die sich vor allem auch IT-Entscheider stellen. Klar muss sein: Indem Unternehmen bestehende Prozesse 1:1 in die neue, digitale Welt übertragen, schaffen sie einen schicken Rahmen – der nur viel Geld kostet, aber nicht zielführend ist. Stattdessen sollten die Unternehmen zunächst die bestehenden Prozesse hinterfragen. Denn es gibt verschiedene Integrationsszenarien, die abhängig sind von der existenten und geplanten IT-Landschaft. Diese Szenarien unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der Systeme und Schnittstellen, sondern auch hinsichtlich des Zeitrahmens, der (Betriebs-)Kosten oder der Lizenzmodelle.

Anhand eines einfachen Beispiels lässt sich das verdeutlichen. In jedem Unternehmen sieht der Lead-to-Order-Prozess etwas anders aus, insbesondere im Kontext Angebotsanlage. Angebote aus der Opportunity heraus, dann direkt im ERP oder doch noch in der Sales Cloud? Integration über die SCP via SCI oder PI? Wird eine mobile Applikation oder gar eine Konfigura­tionsengine (bspw. SAP CPQ) genutzt via Mash-up oder Webservice-Anbindung? Sollen Angebote auch in der Commerce-­Lösung oder im Portal sichtbar sein oder zusammengeführt werden? Welche Replikationslogik gibt es (bidirektional, unidirektional, pull, API etc.) – und vor allem welche Objekte werden ausgetauscht? Erfolgt die Auftragsanlage aus dem Angebot heraus? Der gesamte Prozess unterscheidet sich dann gegebenenfalls auch für einzelne Gesellschaften, Entitäten, Rollen, Partner. Bereits an einem solch generischen Prozess zeigt sich die Vielzahl möglicher Optionen.

Aber welche Variante passt zu Ihren Anforderungen, Rahmenbedingungen? Diese Optionen unterscheiden sich signifikant und bedürfen einer Aufbereitung und Evaluierung, um die richtige Entscheidung zu treffen. Das Vorgehen lässt sich sowohl auf größere Ebene aggregieren (Einführung der C/4 Suite) als auch weiter runterbrechen auf spezifische (Teil-)Prozesse oder C/4-relevante Themen.

Die Stärke des Sybit C/4-Mappings: Es schafft Überblick und Struktur, zeichnet eine individuelle Karte für das Unternehmen auf dem Weg zu C/4HANA.

Zweitens: Von verschiedenen Varianten zur konkreten Nutzwertanalyse

Die Umsetzungsvarianten sind nun klar beschrieben und der Aufwand der dafür notwendigen IT-Infrastruktur beziffert. Welche Variante nun die beste ist, hängt von Kriterien ab, die für das jeweilige Unternehmen relevant sind:

  • Nachhaltigkeit (Konform SAP-Standard, Release-Sicherheit)
  • Voraussetzungen (Budget, Strategie, Timeline, Personal)
  • Machbarkeit, Erfahrungswerte
  • Abdeckungsgrad: globaler/Template Ansatz, Entitäten stärken/integrieren etc.)
  • Politisch

Anhand dieser und weiterer Kriterien erfolgt im Sybit C/4-Mapping eine Bewertung der einzelnen Szenarien in Form einer Nutzwertanalyse. So ergibt sich ein klares Bild, bei dem dann auch persönliche Einschätzungen und Präferenzen aus den einzelnen Bereichen miteinfließen.

Grafik des Sybit-C4-Mappings

Drittens: Die Ableitung der richtigen Maßnahmen

An diesem Punkt geht es schon längst nicht mehr um ein Strategiepapier. Sondern um konkrete Maßnahmen, welche die favorisierte Variante erfordert.

In einem High ­Level Backlog werden die Projektbausteine für die Umsetzung der jeweiligen Varianten strukturiert und abgeschätzt – wie beispielsweise die Themen Projektmanagement, Workshops, System- Setup, Go-­live-Vorbereitung, Coaching oder Consulting. In einem Management Deci­sion Paper werden alle Ergebnisse aufbereitet, dargestellt und klare Handlungsempfehlungen gegeben.

Das Sybit C/4-Mapping ist die Basis für eine fundierte, abgestimmte und richtige Entscheidung und somit die optimale Vo­raussetzung für eine erfolgreiche Konzeption und Implementierung. Das Projekt kann damit starten.

Über den Autor

Ron Boes, Sybit Solution Principal (rund)

Roland Boes, Director Innovation & Portfolio, Sybit GmbH

Roland Boes vereint betriebswirtschaftliches Denken mit einem reichen Erfahrungsschatz aus dem IT-Management. Projekte effizient umzusetzen, die richtigen Fragen zur richtigen Zeit zu stellen und alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, zeichnen seine zielorientierte Vorgehensweise aus. Er ist verantwortlich für die CX-Solutions bei Sybit und treibt mit großer Begeisterung innovative Themen wie SAP CPQ, SAP Qualtrics und SAP Leonardo voran.

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Monique Stoltenberg
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